Verein der Freunde der Nationalgalerie Museum & Service Stiftung des Vereins der Freunde der Nationalgalerie für zeitgenössische Kunst

#55 Carsten Höller
L’Ombre, 1997

Aluminiumtopf, Wattepads, Carsten Höller und Maurizio Cattelans Schatten
Höhe 25 cm, Durchmesser 53 cm

Carsten Höller
Geboren 1961 in Brüssel, Belgien
Lebt und arbeitet in Stockholm, Schweden

Im Werk des studierten Agrarwissenschaftlers und Phytopatologen Höller spielt die Schnittstelle zwischen Kunst, Ästhetik und Wissenschaft eine entscheidende Rolle.

In vielen seiner Installationen, steht das wissenschaftliche Experiment im Mittelpunkt seiner künstlerischen Konzeptionen. Anders in der Arbeit „L’Ombre“ (Der Schatten). Hier erkennt man vielmehr Mysteriöses, das die Vorstellungskraft des Betrachters fesselt: Ein überproportional großer Aluminiumtopf beinhaltet der Legende nach den Schatten sowohl Höllers, als auch den seines Künstlerfreundes Maurizio Cattelan.
Carsten Höller erklärt die Entstehung: zuerst wurde der Topf mit Watte auslegt, dann wurden die Schatten beider im Topf eingefangen und der Rand versiegelt.

Es liegen keinerlei mess- oder vergleichbare Beobachtungen vor. Die Idee des eingefangenen Schattens jedoch provoziert eine Vielzahl von Assoziationen, die bei den Betrachtern die unterschiedlichsten Reaktionen und Meinungen hervorrufen. Auch die ursprüngliche Bedeutung der Arbeit für den Künstler selbst bleibt offen.